Adendorfer EC - REV Damen
Samstag, 18. Februar 2012
Sehr starke Leistung trotz erneuter 2:12 Niederlagen
Mit einer 2:12 (1:3,0:3,1:6) Niederlage, aber mit erhobenen Köpfen mussten die REV-Damen ihren Heimweg aus Adendorf antreten.
Nach einer kleinen taktischen Posse durch die Trainer konnten die Damen sogar einen Blitzstart hinlegen.
Neuzugang Leanne Evans wurde angewiesen im Warmup, noch nicht ihr Können zu zeigen, die Adendorferinnen beobachteten die Kanadierin sehr genau, diese aber stolperte regelrecht übers Eis. Und so kam was man sich davon erhofft hatte, vom ersten Bully weg fiel nach 36 Sek. das erste Tor für unsere Damen.
In der Folge wurde von Adendorf alles unternommen um die Torschützin aus dem Spiel zunehmen, leider wurde das übertriebene Körperspiel (dieses ist im Damenhockey regelwidrig)unserer Gegnerin vom Schiedsrichtergespann nicht unterbunden, glücklicher Weise fielen sie aber auch nicht auf die schauspielreifen Einlagen der Adendorfer Spielerinnen rein. Denn bei nahezu jedem Körperkontakt durch Leanne Evans blieb eine Gegnerin am Boden liegen und wälzte sich hin und her. Desweitern wurde unentwegt versucht Sie durch üble Beschimpfungen zu provozieren. Leider wurde auch dieses nicht geahndet.
Bereits nach 2 min verloren die Damen durch einen unglücklichen Einschlag in die Bande Arabelle Matar, die sich schwer am Knie verletzte, und zur Behandlung ins Lüneburger Krankenhaus gebracht wurde. Leider wird sie der Mannschaft voraussichtlich für diese Saison nicht mehr zur Verfügung stehen. Wir wünschen an dieser Stelle nochmals gute Besserung.
Sie wurde dann im Wechsel von Lena Gudat und Isabel Marchlöwitz ersetzt.
Die Damen verteidigten bis zu einem Doppelschlag in der 5 min tapfer ihre Führung und erarbeiteten sich selber zahlreiche Chancen, die aber nicht genutzt werden konnte. In der 11 min mussten sie dann das dritte Gegentor hinnehmen.
Im zweiten Abschnitt konnten sich unsere Damen weiter gute Chancen erarbeiten diese aber erneut nicht in zählbare Tore umsetzen, gleichzeitig hielten sie die Gegnerinnen aber auch vom eigenen Tor fern. So dauerte es bis 34 min bis der vierte Treffen gegen unsere Mädels fiel. Ein weiterer Gegentreffer bei eigener Überzahl und das harte Einsteigen der Adendorfer Damen, gingen unseren Damen merklich an die Substanz. Bis zu diesem Zeitpunkt war es trotz des Ergebnisses ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem lediglich das Glück vor dem Tor fehlte. Kurz vor Drittelende musste noch das sechste Gegentor hingenommen werden.
Wie bereits in Langenhagen musste unser Team seiner starken Leistung ihren Tribut zollen, und im letzten Drittel die gleiche Anzahl Gegentore hinnehmen wie zuvor im gesamten Spiel.
Das zweite Tor für die REV-Damen erzielte dann in der 44 min erneut Leanne Evans.
Zu erwähnen bleibt noch ein übeler Bandencheck bei dem Lara Tuomie von hinten, aus rund einem halben Meter gegen die Bande gestoßen wurde, und sich eine leichte Gehirnerschütterung zu zog. Was im Herrenbereich zu mindest mit 2 + 10 min wenn nicht gar mit einer Spieldauerstarfe geahndet wurden wäre, war hier nur ein unkorrekter Körperangriff mit 2 min.
Fazit:
Eine schwere Knieverletzung, zwei leichte Gehirnerschütterung. Aber auch ein moralischer Sieg sich, da man sich nicht provozieren lies, und selber jederzeit sportlich fair blieb, als auch die Gewissheit, dass jede Einzelne ihre beste Leistung abrief.
Die letzten beiden Spiele zeigen, dass sich das Team auf einem guten Weg befindet und man aus den letzen Spielen sicher noch ein paar Punkte holen wird.